Jede Rose hat ihre Vorliebe für gewisse klimatische Grundwerte. Das Wohlgefühl der Rosen wird beeinflusst vom Großklima, den lokalen Wetterbedingungen und dem Mikroklima, das durch den Standort im Garten bestimmt wird.
Rosen für regenreiche Gebiete
Wichtig bei der Betrachtung des Großklimas sind die jährlichen Regenmengen, die durchschnittliche Sonnenscheindauer und die durchschnittliche Dauer von starkem Kahlfrost im Winter. So kennen wir Rosen, die sich im Voralpengebiet oder an der Nordsee wohl fühlen, weil sie durch längeren Regen nicht geschädigt werden. Rosen mit stark gefüllten Blüten, deren Blütenblätter dann auch noch dünn und weich sind, leiden dagegen unter Dauerregen. Rosensorten, deren Blütenblätter überdurchschnittlich dick und stark sind, trotzen dem Dauerregen am besten.
Rosen für sonnige, warme Standorte
Viele stark gefüllte Rosen lieben Standorte mit hoher Sonnenscheindauer. Mit der Sonne wird den Rosen mehr Energie zugeführt und das beschleunigt die Bildung weiterer Blütenblätter. Stark gefüllte Blüten zeigen bei Hitze eine bessere Haltbarkeit als Rosen mit weniger Blütenblättern. An Standorten mit starker Hitzeeinstrahlung verbrennen allerdings bei tiefroten Rosen die Blütenblätter. An diesen Problemstellen ist es besser, Rosen mit hellen Blütenfarben zu wählen.
Rosen für halbschattige Lagen
Auf Standorten mit nur vier bis fünf Stunden Sonnenschein müssen die Rosensorten die fehlende Energiemenge durch eine größere Wuchskraft ausgleichen.
Frostharte Rosen für Mittelgebirgslagen
Die Frosthärte einer Rose richtet sich nach dem Potential, welches die Rose von ihren Vorfahren geerbt hat. An zweiter Stelle wird die Frosthärte von unseren Kulturmaßnahmen beeinflusst. Die erblich bedingte Frosthärte ist bei allen einmal blühenden Rosen am stärksten ausgeprägt. Darum eignen sich diese Rosen für raue Lagen besonders.
Die Frosthärte einer Rose wird bestimmt durch die Holzreife. Eine gute Holzreife ist vorhanden, wenn nur mäßig Wasser im Zellsaft der Pflanze vorhanden ist. Damit verbunden ist der Beginn der Winterruhe. Sie wird begünstigt durch abnehmende Wärme, abnehmendes Licht und Drosselung der Stickstoffaufnahme. Die Holzreife wird gefördert durch eine Kalium-Düngergabe im August, durch weniger Wasser und kühle Nächte im September. Mit dem Beginn der Winterruhe verlangsamen sich alle biologischen Abläufe in der Pflanze bis zum Blattfall. Durch ein andauerndes Rückschneiden der Triebe im September wird die Pflanze jedoch zu neuem Austrieb angeregt. Dieser Vorgang unterläuft alle Bemühungen, die eine gute Holzreife zum Ziel haben.
In Mittelgebirgslagen stehen den Rosen viel weniger Wachstumsmonate im Jahr zur Verfügung. Deshalb sind besonders Sorten mit hohen Wuchsleistungen zu empfehlen.
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