Basilikum (Ocimum basilicum) erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit und gehört längst zu den wichtigsten Aroma- und Gewürzpflanzen. So ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass es auch bei Gewürzpflanzen immer wieder Neuheiten gibt.
Bei der Züchtung von Basilikum lassen sich zwei Richtungen erkennen. Ein besonderes Augenmerk wurde auf ertragreiche Sorten mit aromareichen Inhaltsstoffen für den kommerziellen Anbau gelegt. Dank der bioaktiven Inhaltsstoffe des Basilikums sind neben der Verwendung in der Küche weitere interessante Anwendungsgebiete erschlossen worden. Durch eine Wasserdampf-Destillation wird Basilikumöl gewonnen, das als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie, aber auch für Liköre, Parfüm oder in der Kosmetikherstellung eine Bedeutung hat. Auch in der Zahnpasta oder in Mundwasser kann Basilikumöl verwendet werden. Durch die Wirkung gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze könnte in naher Zukunft auch ein neuartiges biologisches Pflanzenschutzmittel daraus entstehen.
Die Hauptanbaugebiete für die Massenproduktion von Basilikum liegen in Indien, Bulgarien und Ägypten. Natürlich wurde bei dieser so sehr beliebten Pflanze auch an den Hobbygärtner gedacht, der sein Basilikum im Topf auf der Fensterbank hält oder sorgsam im Gewürzbeet kultiviert, um regelmäßig in den Genuss der aromareichen Blätter zu kommen. Neben den Inhaltsstoffen wurde hier bei der Züchtung ein besonderer Wert auf die Wuchseigenschaften, Wuchsformen und Blattfarben gelegt. Neben dem einfachen grünen Basilikum gibt es eine ganze Reihe interessanter Neuheiten:
- Kleinblättrige Topfsorten ist zum Beispiel die kugelrunde Sorte „Green Ball“, die mit ihrem Wuchs einer Hebe ähnelt. Hierzu gibt es auch eine rotblättrige Sorte mit der Sortenbezeichnung „Red Ball“
- Eine dunkelrote, strauchartig wachsende Sorte ist zum Beispiel „Dark Lady“.
- Neue sehr robuste und würzige Strauchsorten sind „Wild Magic“; „Wild Red“ und „Wild Color“.
- „L`hasa“ ist die erste rotlaubige Sorte, die Thaiaroma hat.
- Besonders attraktiv ist die zweifarbige Sorte „Harlekin“.
Bei den genannten Sorten handelt es sich um Züchtungen der Firma Herbalea, die diese Sorten beim Bundessortenamt angemeldet hat und damit europaweit schützt.
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