Den Begriff „Gehölze“ und was damit gemeint ist, verstehen alle. Auch „Sommerflor“ ist eine geläufige Bezeichnung für farbenprächtige Blumen, die meistens nur einjährig sind. Was aber sind Stauden?
Stauden stehen sozusagen zwischen diesen beiden Pflanzengruppen. Sie vereinen leuchtenden Blütenflor mit einer mehr oder weniger langen Lebensdauer. Im Herbst sterben bei den meisten Stauden die oberirdischen Pflanzenteile ab. Im nächsten Frühjahr treiben sie neu aus.
Es gibt aber auch immergrüne Stauden wie z.B. die meisten Polsterpflanzen. Bei richtiger Standortwahl und den entsprechenden Bodenverhältnissen können Stauden zum Teil sehr lange überleben, z.B.: Coreopsis verticillata, Helleborus niger, Paeonien, Rudbeckia fulgida var. sullivantii.
Andere sollte man alle 5 bis 6 Jahre ausgraben, teilen und an einem neuen Standort oder nach Zuführung frischer Erde neu pflanzen, z.B. Cortaderia, Aster novae-angliae, Aster novi-belgii, Leucanthemum superbum, Iris germanica, Miscanthus-Arten und andere.
Viele Stauden werden nach dem ersten Flor zurückgeschnitten, wie z.B. Delphinium Cultivars, Leucanthemum superbum, Helianthemum Cultivars, Aubrieta-Cultivars und andere. Dadurch blühen sie ein zweites Mal. Schneidet man Anthemis tinctoria, Centaurea dealbata, Centaurea montana, Centranthus ruber, Gaillardia Cultivars, Lavandula angustifolia subsp. angustifolia, Nepeta × faassenii und Tradescantia andersoniana etwa Mitte September zurück, bilden diese Stauden neue Bodentriebe und kommen so besser durch den Winter.
Text entnommen aus "Joachim Mayer, Flora Garten - Das große Gartenlexikon. Blumen & Pflanzen, Techniken, Arbeitsweisen."
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