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Noch stehen unsere nicht winterharten Kübelpflanzen geschützt und wohlbehütet in einem geeigneten Raum und warten darauf, dass sie im Freien wieder aufgestellt werden können, um uns mit ihrem Wuchs und ihrer Blütenpracht bis an das Ende der kommenden Gartensaison erneut zu erfreuen. Doch dafür ist es noch entschieden zu früh, die Nächte sind einfach noch zu kalt. Liebhaber von Kübelpflanzen wissen, dass sie sich auch in der kalten Jahreszeit um ihre Pflanzenschätze kümmern müssen, und kontrollieren diese regelmäßig.

Jetzt, wenn die Tage wieder länger werden und die Tagestemperaturen langsam ansteigen, kommt wieder Leben in die Welt der Kübelpflanzen. Die Pflanzen beginnen sich zu verändern und fangen an zu treiben. Da gibt es sogar Vertreter, die uns zu dieser Jahreszeit mit einer Blüte überraschen, wie zum Beispiel die Mimose der Gärtner (Acacia), der Lampenputzerstrauch (Callistemon) oder auch die weiß blühende, gut duftende Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica). Doch das sind die Ausnahmen.
 
Bei den meisten Kübelpflanzen haben sich über den Winter lange, dünne Neutriebe gebildet, die für die kommende Saison weitgehend wertlos sind, weil sie zu schwach sind. Man schneidet sie sorgsam zurück und achtet darauf, dass nicht zu weit in das ältere, mehrjährige Holz zurückgeschnitten wird. Manche Pflanzen, wie die Bougainvillea, nehmen dass schnell übel. Ist hingegen eine Datura zu groß geworden, kann man sie fast bedenkenlos zurückschneiden, denn sie treibt auch an stärkeren Stammpartien wieder aus.
 
Beim Schneiden sollte man immer darauf achten, dass die Schnittstelle oberhalb eines Auges so angelegt ist, dass das Auge nach außen weist. So ergibt sich später ein schönerer und gleichmäßigerer Kronenaufbau.
 
Mit der Überwinterung schleppt man sich schnell den einen oder anderen Schädling ein. Also gilt es, die Pflanzen nach einem vermeintlichen Befall zu untersuchen und diesen gezielt zu bekämpfen. Besonders lästig sind die vielen verschiedenen Arten von Blattläusen sowie die Woll-, Schmier- und Schildlausarten.
 
Für viele Kübelpflanzen reicht für die kommende Saison das Pflanzgefäß nicht mehr aus. Sie müssen umgetopft werden. Hierzu nimmt man die Pflanze aus dem Pflanzgefäß und raut mit einer Gabel den unter Umständen verfilzten Wurzelballen ein wenig auf. Als Substrat verwendet man strukturstabile Kübelpflanzenerde und ein Pflanzgefäß, das ein bis zwei Nummern größer ist als der vorherige Topf. Von jetzt an muss wieder häufiger gegossen werden und auch die Düngung sollte einsetzen. Damit die Triebbildung forciert wird, verwendet man am besten stickstoffhaltige Flüssigdünger (Wachstumsdünger).
 
Nun heißt es abwarten, bis die Witterung ein Aufstellen im Freiland wieder erlaubt. Je besser die Pflanzen sich bis zu diesem Termin entwickelt haben, desto prächtiger werden sie in der kommenden Kübelpflanzensaison gedeihen.

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